Mittwoch, 6. Dezember 2017

FremOld Treffen Leipzig 2017

Der erste Advent ist im Fremo alljährlich ein Epoche II Wochenende. In Dreiskau-Muckern nahm ich wieder am Treffen in der Mehrzweckhalle auf dem Gutshof teil. Thema war das Jahr 1927/1928. Meine Mitgift war nur meine Landwirtschaftskurve, ein Waggon und einige Kutschen und Pkw als Dekoration. Die anderen hatten da größer aufgefahren.


Ein PmG (Personenzug mit Güterbeförderung) mit einigen Stückgutwagen auf der zweigleisigen Strecke.

Das Arrangement bestand aus einem komplett zweigleisigen Außenring ohne Oberleitung. Vom Bahnhof Dörpen zweigte der Böhmische Streckenast zur Zeche Hrabova, dem Bahnhof Loket und dem Schattenbahnhof Petrov ab. Holstedt war der betriebliche Mittelpunkt mit Zugbildungsaufgaben für verschiedene Verkehre. Auf freier Strecke kurz vor dem Schattenbahnhof zweigte eine eingleisige Strecke auf die Nebenbahn zum Hafen Wilhelmsburg mit dem Kirchenpauerkai, über Klausthal und Willischtal ab. Von Klausthal zweigte noch eine kurze Schmalspurstrecke ab.


Holstedt hatte die Aufgabe die Stückgüt-, Vieh- und Milchverkehre zu verteilen.

Die Verteilung der Güter erfolgte mit einigen Nahgüterzügen, einem Sammler und einem Verteiler je Fahrplan. Dazu kamen einige Durchgehende- und Ganzgüterzüge.


Der Nahgüterzug von der Nebenbahn zum Schattenbahnhof war stets an seiner Lastgrenze.

Eine große Bereicherung waren die Umläufe mit Pmg, also Güterzügen mit Personenbeförderung. Diese pendelten zwischen dem kleinen Schattenbahnhof Königsfeld (am Abzweig hinter Willischtal) und Holstedt, wo die jeweiligen Güterfrachten durch die Ortslok in den Personenzug eingestellt bzw. abgezogen wurden. Es gab Fahrten nur mit Postwagen, mit Viehwagen, mit Stückgutwagen und Milchwagen. Dabei zeigte sich sehr deutlich, welche Fahrdienstleister die Unterlagen vor Eintreffen des Zuges gut studiert hatten, oder aber bei der Ankunft des PmG hektisch begannen, die einzustellenden Wagen aus der hintersten Ecke heraus zu rangieren.


Auch am Abzweig musste ein Stückgutwagen zugestellt werden. Dies war Aufgabe des Triebwagenpendels zwischen Klausthal und Wilhelmsburg.

Die eingesetzten Fahrzeuge waren wieder sehr schön anzusehen. Nach der Elektrotraktion im Jahr 2016 war wieder König Dampf die bestimmende Fahrzeuggattung. Aber auch einige Verbrennungstriebwagen waren im Einsatz. Sehr viele schöne Personenzuggarnituren waren im Einsatz. Leider hatten die Besitzer noch nichts an deren Innereien unternommen. Ich würde mir für die Zukunft lange Züge mit Fahrgästen und etwas Innengestaltung wünschen!


Der Triebwagenpendel zwischen Dörpen und Petrov macht im wunderschönen Bahnhof Loket halt.

Der Fahrplan war zweigeteilt. Es gab einen Vor- und einen Nachmittagsfahrplan, jeweils von 4-13 und von 13-22 Uhr. Am Wochenende wurden 7 Fahrpläne, also 3 1/2 Tage gespielt. Aufgrund der recht humanen Zeitbeschleunigung mit Faktor 3 bis 4 (aufgrund der langen Strecken und langsamen Fahrzeuge war mehr nicht nötig) hielt sich der Stress beim Rangieren in Grenzen, ohne dabei Langeweile zu verursachen.


An der Zeche Hrabova stehen die Kohleganzzüge zur Beladung bereit.

Unterkunft und Verpflegung im Gutshof waren wie immer gut. Drei Mahlzeiten pro Tag hielten die Teilnehmer bei Laune.


Der Kirchenpauerkai mit Waggonkipper der Firma DEMAG.

Auch 2018 habe ich eine Teilnahme fest eingeplant, gern auch wieder mit mehr Material. Vielleicht wage ich mich ja noch an ein Stück zweigleisige Strecke heran, damit Holstedt nicht immer die Hauptlast tragen muss...

Noch ein paar mehr Bilder von mir gibt es hier zu sehen: Galerie Leipzig 2017

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